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Arztrecht - Entscheidungen sortiert nach Stichworten - Buchstabe Z


Zahnarzt - Aufklärungspflicht
Zur zahnärztlichen Haftung wegen unzureichender Aufklärung über die Folgen bei Unterlassen einer gebotenen Behandlung
LG Mönchengladbach, Urteil vom 7. Januar 2015 – 4 S 74/14
Zahnarzt - Behandlungsfehler
Grober zahnärztlicher Behandlungsfehler bei zu früh eingebrachten Langzeitprovisorien

Eine zahnärztliche Behandlung, die nach einer Therapie mittels Protrusionsschienen provisorischen Zahnersatz verfrüht eingliedert, kann grob behandlungsfehlerhaft sein
Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 06.06.2014 – 26 U 14/13


Zahnarzt - Haftung
Zur Haftung des Zahnarztes bei Wahl einer nicht allgemein anerkannten Behandlungsmethode
BGH, Urteil vom 30.05.2017 – VI ZR 203/16
Zahnarzt - Heil- und Kostenplan, Gestaltung von
1. Einen Heil- und Kostenplan hat der Zahnarzt inhaltlich so zu gestalten, dass alle von der gesetzlichen Krankenkasse zu vergütenden Leistungen erfasst sind. Hätte der Patient in diesem Fall deutlich geringere Eigenzahlungen geschuldet, steht ihm insoweit ein Leistungsverweigerungsrecht zu.

2. Zahlt der Patient auf insgesamt drei Rechnungen in der Größenordnung von 16.000 € ohne Zahlungsbestimmung pauschal 10.000 €, kann der Zahnarzt den Streitstoff seiner Honorarklage nicht dadurch auf die einer bestimmten Rechnung zugrunde liegenden Leistungen beschränken, dass er die geleistete Zahlung den beiden anderen Rechnungen zuordnet.

3. Leistungserschwernisse und einen daran anknüpfenden höheren Bemessungssatz muss der Zahnarzt in erster Instanz substantiiert darlegen. Wird das erst im Berufungsverfahren nachgeholt, ist es prozessual unbeachtlich.

(Leitsatz des Gerichts)
OLG Koblenz, Urteil vom 22.02.2012 - 5 U 707/10
Zahnarzt- Mängelbeseitigung
Zur Mängelbeseitigung bei Zahnarztleistungen
Oberlandesgericht Karlsruhe, Urteil vom 28.02.2007 – 7 U 224/06
Zahnarzt - Weisheitszahn, Extraktion von - Aufklärungspflicht
Zur Rechtspflicht des Zahnarztes, den Patienten über Risiken der Extraktion eines Weisheitszahnes und über mögliche Alternativen des zahnärztlichen Vorgehens aufzuklären.

(Leitsatz des Gerichts)
BGH, Urteil vom 09.11.1993 – VI ZR 248/92 Zahnprothese - Herstellungsmangel
Beruht die Fehlerhaftigkeit einer eingesetzten Zahnprothese allein auf zahntechnischen Herstellungsmängeln (hier: Lunkerbildung), so sind diese nach Werkvertragsrecht zu beurteilen; die Mängelansprüche verjähren in zwei Jahren ab Abnahme (§ 634a Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 2 BGB) (Rn.22)(Rn.26).

(Leitsatz des Gerichts)
OLG Frankfurt, Urteil vom 23.11.2010 – 8 U 111/10
Zahnziehen, nicht indiziertes - Haftung
Zur zahnärztlichen Haftung bei nicht indizierter Extraktion von Zähnen
Landgericht Bielefeld, Urteil vom 10.07.2007 - 4 O 291/06
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Fredi Skwar

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