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Arztrecht - Entscheidungen sortiert nach Stichworten - Buchstabe L


Laboruntersuchung, externe - Kostentragung
Vergibt ein behandelnder Arzt eine Laboruntersuchung an einen externen Laborarzt, kommt entweder direkt ein Vertragsverhältnis zwischen dem Laborarzt und dem Patienten zustande oder der Patient haftet dem Laborarzt aus den Grundsätzen der Geschäftsführung ohne Auftrag (Rn.16)(Rn.17)(Rn.20)(Rn.21).

(Leitsatz des Gerichts)
LG Dortmund, Urteil vom 19.10.2006 - 4 S 62/02
Laseroperation Auge - Aufklärungspflicht
1. Eine Laser-Operation am Auge zur Beseitigung einer normalen Kurzsichtigkeit, die ohne weiteres auch durch das Tragen von Kontaktlinsen oder einer Brille zu korrigieren ist, und für die eine weitergehende medizinische Indikation nicht besteht, ist einer kosmetischen Operation im Hinblick auf die Anforderungen an die Aufklärung vergleichbar. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf das Tauschrisiko, das bei Auftreten von Komplikationen im Verlust des Augenlichts bestehen kann, und ganz besonders, wenn das andere (nicht operierte) Auge nahezu erblindet ist (Rn.2).

2. Bei einem Patienten in vorgerücktem Alter ist auch darüber aufzuklären, dass der dauerhafte Erfolg einer Laser-Operation fraglich ist(Rn.2).

3. Verliert eine 65-jährige Patientin, die zuvor auf dem rechten Auge praktisch erblindet war und auf dem linken Auge über eine Sehschärfe von 0,8 p verfügte, durch eine rechtswidrige Operation ihr Augenlicht soweit, dass sie nunmehr nur noch über eine Sehschärfe von 0,2 p verfügt, ist ein Schmerzensgeld von 40.000 € jedenfalls nicht zu hoch (Rn.9).

(Leitsatz des Gerichts)
OLG Köln, Urteil vom 12.08.2009 – 5 U 47/09, I-5 U 47/09 – LASIK-Behandlung
Laseroperation Auge - Aufklärungspflicht
Es ist in der Rechtsprechung anerkannt, dass bei einer medizinisch nur relativ indizierten Laseroperation hohe Anforderungen an die Aufklärung zu stellen sind. Der Patient muss auf die Risiken deutlich und schonungslos hingewiesen werden. Je weniger ein ärztlicher Eingriff medizinisch geboten ist, umso ausführlicher und eindrücklicher muss der Patient, dem dieser Eingriff angeraten wird und den er selbst wünscht, über dessen Erfolgsaussichten und etwaige schädliche Folgen informiert werden. Insbesondere, wenn die Lasertherapie in die Nähe einer kosmetischen Operation rückt, ist eine intensive und schonungslose Aufklärung des Patienten zu fordern.
LG Bochum, Urteil vom 24.07.2013 – 6 O 252/12
Laseroperation Auge - Haftung
Zur Haftung auf Schmerzensgeld wegen fehlerhaft durchgeführter Laseroperation am Auge.
LG Osnabrück, Urteil vom 25.07.2012 – 2 O 1615/10
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Fredi Skwar

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